Pfarreien Geltendorf, Kaltenberg, Hausen
zur Startseite
Aktuelles
Glaube und Leben
Mitarbeiter
Kirchen und Kapellen
Zu den Hl. Engeln
St. Stephan
St. Elisabeth
St. Nikolaus (Hausen)
St. Ulrich
St. Georg
Hl. Kreuz
St. Leonhard
St. Nikolaus (Jedelstetten)
Mariä Himmelfahrt
Kirchenraum
Deckengemälde
Hochaltar und Chorraum
Seitenaltäre
Empore und Orgel
Glocken
Beinhaus und Friedhof
Pfarrhof
Johannesmarterl
St. Pankratius in Wabern
St. Jakob in Petzenhofen
St. Peter und Paul in Unfriedshausen
Lourdes-Grotte
Waldkapelle
Pestkapelle
Marienkapelle
Kapelle in Hausen
Ulrichskapelle
Loosbachkapelle
Lourdes-Grotte in Walleshausen
Pestkapelle in Walleshausen
Pauluskapelle in Walleshausen
Weihnachtskrippen
Kirchenmusik
Aktive Gemeinde
Kindertagesstätte "Zu den Hl. Engeln"
Kontakte und Anfahrt
Archiv
Homepage durchsuchen
Impressum und Datenschutzerklärung


Deckengemälde
 

Sowohl der Chorraum als auch das Langhaus von Mariä Himmelfahrt sind prächtig mit kunstvollen Fresken und Deckenbildern ausgestattet.   Direkt-Link zu den
Deckengemälden im "Langhaus"


Die Fresken im Chorraum stellen den Marienzyklus dar.

Das Hauptbild zeigt Mariä Auffahrt in den Himmel. Die Darstellung ist zweigeteilt: Unten der leere Sarkophag mit den Aposteln darum, darüber auf Wolken schwebend Maria von Engeln auf dem Weg nach oben in den Himmel geleitet. Acht Apostel und zwei Frauen, wohl Martha und Maria Magdalena, umstehen den Steinsarkophag Mariens und zeigen Gesten des Erstaunens. Vor dem vorn lagernden Jünger Jesu, der die aufgeschlagene Schrift deutet, ist die Signatur des Malers, J. G. Wolcker aus Augsburg, zu lesen.

 
Direkt über den erhobenen Armen der Apostel erhebt sich die Wolke mit der zum Himmel auffahrenden Maria. Sie trägt ein weißes Kleid über einem roten Untergewand, ihr blauer Mantel umfängt die Engel zu ihren Seiten. Einen Fuß setzt sie auf die Mondsichel, ein Motiv der Immaculata-Ikonographie.

Die Putti im Engelgeleit Mariens tragen ihr Gewand, einen Kranz von roten und weißen Rosen, ein traditionelles Mariensymbol, und den Palmzweig, das Symbol des Sieges und des himmlischen Lohnes der Heiligen.

Unmittelbar über ihr ist Christus mit Wundmalen, Kreuz und dem roten Mantel der Passion dargestellt. Auf die Weltkugel gestützt hält er eine Krone über ihr Haupt und weist zugleich auf einen goldenen Thron in der Glorienmitte. Der Thron trägt das Marienmonogramm.
 
 
 


Mariä Himmelfahrt

 

Diese Bildelemente veranschaulichen die mystische Vorstellung von Christus und Maria als Bräutigam und Braut. Die Himmelfahrt wird somit als Heimholung der Braut Christi gedeutet.


zum Seitenanfang


Die sechs kleinen Stichkappenbilder sind in bräunlicher Camaieu-Malerei gestaltet. Vier der sechs Bilder verdeutlichen Maria, die Jungfrau und Mutter Gottes, als die Miterlöserin durch die Illustration verschiedener auf Maria gedeuteten Schriftstellen des Alten und Neuen Testaments. Die beiden anderen Stichkappenbilder zeigen die zwei alttestamentarischen Heldinnen Judith und Jael, die wiederum in Verbindung mit Maria gebracht werden.




Die zwei farbigen Kartuschenfresken seitlich des Mittelbildes zeigen die zwei alttestamentarischen Vorbilder Bathseba, die von ihrem Sohn Salomo königlich geehrt wird, und Esther als Fürbitterin der Menschheit.
 


Ecce caput Holofernis - Die Enthauptung des Holofernes
Stichkappenbild im Chorraum



zum Seitenanfang


Die Deckengemälde im Chorraum und im Langhaus werden durch den Chorbogen voneinander getrennt. Vom Tonnengewölbe zum Chorbogen ist eine Kartusche mit plastisch ausladendem Stuckornament gespannt. Große, auf den Bogenprofilen sitzende Engel präsentieren die Wappenkartuschen in ihrer Mitte und schmücken sie mit Rosengirlanden.


Die beiden Wappenkartuschen zeigen zum einen das Tassilo-Kreuz und zum anderen die scharrende Hirschkuh aus der Legende um das Pollinger Kloster.


zum Seitenanfang


Im Langhausgewölbe werden Leben und Glorie der heiligen Maria Magdalena dargestellt. Während einzelne Darstellungen Maria Magdalenas in der barocken Deckenmalerei häufig sind, ist ein solch umfangreicher Zyklus die Ausnahme.

Auf sechs Kartuschenbildern sind in den Zwickeln zwischen den Stichkappen die Erzählungen aus den Evangelien angeordnet und haben alle das irdische Leben der hl. Maria Magdalena zum Thema.

Die drei ersten Bilder illustrieren nach dem Bericht des Evangelisten Lukas die reuevolle Bekehrung der Sünderin, die Nachfolge Maria Magdalenas und den Besuch Jesu bei den Schwestern Martha und Maria.

Die weiteren Bilder zeigen die Auferweckung des Lazarus, die Salbung Jesu beim Mahl in Bethanien und Maria Magdalena zu Füßen des Gekreuzigten Jesu.

Die Figuren von Jesus und Maria Magdalena sind hervorgehoben und werden durch ihre Kleider gekennzeichnet: rote und blaue Gewänder für Jesus, ockergelber Mantel über hellblauem oder violettem Kleid für Maria Magdalena.
 


Jesus bei Martha und Maria
Kartuschenfresko im Langhaus


Die acht Stichkappenbilder deuten das Leben Maria Magdalenas als Büßerin in allegorisch-moralischer Weise. Die meisten dieser Bildmotive stellen Gleichnisse aus der Bibel dar, die von Umkehr und Buße der Sünder sprechen.


zum Seitenanfang


Drei große Deckengemälde und das Bild an der oberen Emporenbrüstung gelten als die "Hauptbilder" im Langhaus.

Die Meerfahrt der Heiligen Maria Magdalena
Obwohl sich das Bild an der Emporenbrüstung befindet, gehört es doch zum Freskenzyklus über das Leben der heiligen Maria Magdalena. Das schmale Bildfeld zeigt ein vollbesetztes Boot ohne Segel und Ruder zu Wasser. Rechts im Hintergrund wird eine Stadt am Meeresufer sichtbar - Marseille. Im Kahn sitzen Maria Magdalena, ihre Geschwister Lazarus und Martha mit der Magd Martilla und Maximus.


Bild an der Brüstung der oberen Empore


Dieses Bild hat seinen Ursprung in der Legenda aurea des Jacobus de Voragine aus dem 14. Jahrhundert: Die Juden hatten die Christen auf das Meer ausgesetzt, durch Gottes Fügung überquerten sie es und landeten wohlbehalten in der Nähe von Marseille.


zum Seitenanfang


Die Frauen am Grab des Herrn
Vor der Grabeshöhle lassen sich drei Frauen auf die Knie nieder. Alle drei tragen ein Salbgefäß. Sie schauen zum Grab und weisen auf die lichtweiße Engelsgestalt darauf. Vorne kniet Maria Magdalena. Der Engel hebt den Deckel des Steinsarkophags und streckt seine Rechte den Frauen entgegen.


Bild über der Orgel



zum Seitenanfang


Noli me tangere - Rühre mich nicht an!
Jesus ist als der Auferstandene mit der Seitenwunde und dem roten Mantel wiedergegeben. An seiner Seite kniet Maria Magdalena und hebt ihre Hände zu Jesus empor. Der "Rabbuni" Jesus wehrt sie mit der Linken leicht ab: Noli me tangere - "Berühre mich nicht!" (Joh 20,11-18).


Bild beim Chorbogen



zum Seitenanfang


Verherrlichung (Glorie) Maria Magdalenas
Auf Wolken stehend wird Maria Magdalena von Engeln zur Glorie der Heiligen Dreifaltigkeit geführt. Ein himmelblauer Mantel umhüllt ihren sonst unbekleideten Leib; Blick und Hände sind zu dem lichten Dreieck mit dem Auge Gottes, dem Zeichen der Dreifaltigkeit, erhoben. Musizierende Engel begleiten die Heilige.

Ein Putto, links zu Füßen Magdalenas, hält einen Totenschädel.

Ein mächtiger Engel hebt ein hölzernes Handkreuz und ein Putto ein Flammenbündel zum Zeichen des Strafgerichts und des Sieges über die darunter abstürzenden Personifikationen von den Lastern der Welt:
Ein Putto mit Bogen und Pfeilen im Köcher verkörpert den Amor carnalis.

Die nackte Männerfigur mit Drachenflügeln, Schlangenhaaren und krallenbewehrten Füßen stellt das Böse, den Teufel selbst dar.

Die prächtig gekleidete Frau mit Perlschmuck schließlich weist auf die Laster Superbia (Hochmut - Pfauenfedern), Vanitas (Eitelkeit - Perlen und Gewand) und Fraus (Täuschung - Maske der Verstellung) hin.
 


Großes Hauptbild


Dieser Lastersturz bewertet das Leben Maria Magdalenas moralisch als die Überwindung des irdisch Bösen.

Rechts neben den Lastern wird eine von Sträuchern bewachsene Steinhöhle sichtbar - der Ort des Büßerlebens, die Höhle von Ste-Baume bei Marseille, zu der sich Maria Magdalena in der dreißigjährigen Zeit ihres asketischen Eremitenlebens zurückgezogen hatte (Legenda aurea des Jacobus de Voragine oder Ribaneira).
Nach der Ikonologie der barocken Deckenmalerei ist das große Magdalenenbild als Glorie der heiligen Büßerin zu verstehen. Als solche bezeichnen sie die Attribute der Asketen, Totenschädel und hölzernes Handkreuz.
Die Magdalenendarstellung ist in Analogie zur Himmelfahrt Mariens im Chor gesetzt.


zum Seitenanfang


zur Quellenangabe